Über die Stiftung

Diakonissengemeinschaft

"Christlicher Glaube ist in der Liebe tätig"

Dieser Spruch des Apostels Paulus [Brief an die Galater 5,6] war das Leitwort der Diakonissen, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts ihre diakonische Arbeit in Bad Ems aufgenommen haben.

Am 29. April 1889 gründeten zwei Diakonissen aus Bern auf Bitten der Bad Emser Gemeindepfarrer Georg Vömel und Rudolf Heydemann eine kleine Krankenstation in der Silberaustraße. Hier wurden nicht nur die verarmten Kleinbauern und Handwerker des Dorfes Ems, sondern auch die oft kranken Bergarbeiter der Blei- und Silbergruben liebevoll versorgt.

In wenigen Jahren wuchs die Diakonissengemeinschaft und mit ihr die Zahl ihrer Aufgaben. Bis zu 12 Krankenhäuser, rund 50 Gemeindediakoniestationen und mehrere Kindergärten in Bad Ems und Umgebung waren über Jahrzehnte hinweg mit Diakonissen besetzt.

In Bad Ems errichteten sie das „Diakonissenheim“, ein Krankenhaus, in dem viele Bad Emser das Licht der Welt erblickten. Ab 1975 konzentrierte sich die Friedenswarte auf stationäre und ambulante Altenhilfe. Nach dem 2.Weltkrieg entschieden sich immer weniger junge Menschen für die Lebensform einer Diakonisse. Die Zahl der sogenannten „Zivilkräfte“ wuchs jedoch stetig. Auch wenn die Diakonissengemeinschaft selbst mittlerweile klein geworden ist, versuchen die „freien“ Mitarbeiter in der „Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte“ den Geist der Gründergeneration aufrecht zu erhalten und die Diakonie mit Professionalität, an die heutigen Bedingungen angepasst, zu gestalten. Im Laufe der Jahre ist so ein Diakoniewerk herangewachsen, das für alle Bereiche der Alten- und Krankenpflege Hilfen aus einer Hand anbietet.

Noch heute leben in unserem Mutterhaus in Bad Ems einige Diakonissen und verbringen dort ihren Lebensabend. Auch wenn sie nicht mehr aktiv den Pflegealltag unterstützen können, tragen sie einen wertvollen Teil zum Leben unserer Bewohner bei. Sei es bei den Andachten, den Gottesdienste, den Festen oder aber bei kleinen „Hilfsarbeiten“ rund um die Bewohner. Tätige Nächstenliebe hat in der „Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte“ eine lange Tradition – und eine hoffentlich ebenso lange Zukunft.

Ihr Pfarrer Wilhelm Schmidt, Vorsteher

Letzte Änderung:  Di, 22.10.2013 um 14:37 Uhr